Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
die Glaukom-Fortbildung am 22. April 2026 in Trier stieß auf große Resonanz und bot den Teilnehmenden eine umfassende sowie praxisorientierte Auseinandersetzung mit einem der zentralen Themen der modernen Augenheilkunde. Insgesamt nahmen 65 Teilnehmer vor Ort teil, während sich zusätzlich knapp 1.000 Kolleginnen und Kollegen online zur Veranstaltung zuschalteten.
Im Fokus standen aktuelle Entwicklungen in Diagnostik und Therapie des Glaukoms sowie zukünftige Perspektiven im Management der chronischen Erkrankung. Den Auftakt der Veranstaltung gestaltete Amer Shamsulddin, FEBO, der den Augeninnendruck als maßgeblichen Risikofaktor detailliert beleuchtete. Neben etablierten Messmethoden stellte er moderne Ansätze der Druckanalyse vor und diskutierte deren Bedeutung für die individuelle Therapieentscheidung. Darüber hinaus ging er auf die selektive Lasertrabekuloplastik als festen Bestandteil des therapeutischen Spektrums ein und ordnete diese praxisnah in aktuelle Behandlungskonzepte ein.
Im Anschluss widmete sich Prof. Dr. med. Kai Januschowski, FEBO, MHBA, den chirurgischen Verfahren der Glaukomtherapie. Anhand des „3+1- und Mainz-Konzepts“ stellte er operative Strategien differenziert dar und zeigte auf, wie diese im klinischen Alltag strukturiert und patientenindividuell eingesetzt werden können. Dabei wurde insbesondere die Bedeutung einer maßgeschneiderten Therapieplanung hervorgehoben.
Einen weiteren Schwerpunkt setzte Prof. Dr. med. Bogomil Voykov, der sich dem Komplikationsmanagement bei mikroinvasiven filtrierenden Eingriffen widmete. Anhand von Verfahren wie PRESERFLO® und XEN® erläuterte er typische Herausforderungen und gab praxisrelevante Empfehlungen für den Umgang mit möglichen Komplikationen. Dieser Vortrag wurde von vielen Teilnehmenden als besonders wertvoll für die tägliche Praxis hervorgehoben.
Den Abschluss der Fortbildung bildete Univ.-Prof. Dr. Verena Prokosch, FEBOS-GL, die einen Ausblick auf neue Ansätze und zukünftige Entwicklungen in der Glaukomtherapie gab. Sie stellte innovative Konzepte und visionäre Perspektiven vor und verdeutlichte die wachsende Bedeutung von Forschung und technologischen Fortschritten für die Weiterentwicklung der Patientenversorgung.
Neben den fachlichen Inhalten bot die Veranstaltung vielfältige Möglichkeiten zum kollegialen Austausch und zur interdisziplinären Diskussion.
Diese äußerst gelungene Veranstaltung vermittelte nicht nur aktuelles Fachwissen, sondern auch wertvolle Impulse für die tägliche Arbeit sowie neue Perspektiven für das langfristige Management von Glaukompatientinnen und -patienten.