Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
am 26. August 2026 fand im Park Plaza Trier eine weitere Ausgabe der etablierten Fortbildungsreihe der Augenklinik Petrisberg statt. Unter dem Schwerpunkt „Interessante Fälle aus Klinik und Praxis“ wurden anhand konkreter Fallbeispiele aktuelle diagnostische und therapeutische Herausforderungen aus unterschiedlichen Bereichen der Augenheilkunde vorgestellt und diskutiert.
Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse: Rund 70 Kolleginnen und Kollegen nahmen vor Ort teil, weitere etwa 850 Augenärztinnen und Augenärzte waren online zugeschaltet. Damit unterstrich die Veranstaltung erneut die Bedeutung des interdisziplinären und sektorenübergreifenden fachlichen Austauschs zwischen niedergelassenen und klinisch tätigen Augenärzten.
Das wissenschaftliche Programm deckte ein breites Spektrum der modernen Augenheilkunde ab. Dr. Damian Wenzel stellte interessante Fälle aus der IVOM-Therapie vor und beleuchtete aktuelle Entwicklungen von etablierten Anti-VEGF-Therapien bis hin zu neuen Langzeitpräparaten und deren praktischer Relevanz.
Prof. Dr. Kai Januschowski präsentierte besondere chirurgische Fälle und neue operative Techniken. Im Mittelpunkt standen komplexe operative Herausforderungen sowie innovative Verfahren und deren Einsatz im klinischen Alltag.
Ergänzend gab Amer Alaulddin Shamsulddin anhand ausgewählter Fälle Einblicke in die intraokulare Chirurgie. Dabei wurden insbesondere komplexe diagnostische und therapeutische Entscheidungswege sowie deren praktische Umsetzung thematisiert.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der plastisch-rekonstruktiven Lid- und Orbitachirurgie. Dr. Andrej Wolf, seit Januar 2026 Chefarzt der entsprechenden Abteilung am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier, widmete sich der Lidschlussinsuffizienz bei Fazialisparese. Anhand praxisnaher Fallbeispiele wurden diagnostische Strategien und verschiedene therapeutische Möglichkeiten bis hin zu operativen Rekonstruktionsverfahren erläutert.
Die Vorträge boten damit einen praxisorientierten Überblick über aktuelle Entwicklungen und anspruchsvolle Fallkonstellationen in der konservativen, intraokularen sowie rekonstruktiven Augenheilkunde. Besonders der Bezug zu realen Fällen ermöglichte die Diskussion konkreter Entscheidungswege und gab den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wertvolle Impulse für die tägliche Arbeit in Praxis und Klinik.
Der anschließende persönliche Austausch in kollegialer Atmosphäre rundete die Veranstaltung ab. Die hohe Beteiligung von insgesamt rund 920 Teilnehmerinnen und Teilnehmern verdeutlichte eindrucksvoll das Interesse an praxisnaher Fortbildung und am Dialog zwischen Klinik, Niederlassung und Industrie.